Das Projekt „Professionalisierung für diskriminierungskritische Perspektiven“ (ProDiPer), angesiedelt am Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) der Universität Duisburg-Essen (UDE), vefolgt das Ziel, Lehramtsstudierende durch eine gezielte Wahl von Veranstaltungen in ihrem Studienverlauf für einen professionellen Umgang mit Diversität zu qailifizieren und diskriminierungskritische sowie diversitätssensible Perspektiven in ihre didaktische sowie fachliche Ausbildung an der UDE und in ihr professionelles Handeln in der Schule querschnittlich zu integrieren.

Mit Vera Morina hat nun erstmals eine Lehramtsstudentin diese Spezialisierung erfolgreich abgeschlossen. Die Bescheinigung überreichten ihr am 14. April die ZLB-Geschäftsführerin .img(.).img{at}.img(.).img">Dr. Anja Pitton und die ProDiPer-Koordination .img(.).img{at}.img(.).img">Dr. Sally Gerhardt.

Essenzielle Themen für die Schule

Die Absolventin ist überzeugt von der Spezialisierung. Sie habe sich entschieden, ProDiPer zu absolvieren, da ihr Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung besonders am Herzen lägen. „Als zukünftige Lehrkraft möchte ich in diesem Bereich gut aufgestellt sein und meine pädagogischen sowie didaktischen Kompetenzen gezielt weiterentwickeln.“ Diese Themen seien essenziell für die Schule, betont sie weiter: „Nur wenn Lehrkräfte entsprechend sensibilisiert und fachlich vorbereitet sind, können sie eine Lernumgebung schaffen, in der sich Schüler*innen öffnen, wahrgenommen fühlen, individuell entfalten und ihre Potenziale bestmöglich entwickeln können.“

Eine zusätzliche Motivation sei für sie der Erwerb der Bescheinigung gewesen, da diese die Auseinandersetzung mit den Themen sichtbar mache und ihre Qualifikation unterstreiche.

Die eigene Perspektive erweitern

Die Frage, ob sie anderen Studierenden die Teilnahme an ProDiPer empfehlen würde, beantworte Vera Morina eindeutig: „Ich würde ProDiPer jedem Studierenden weiterempfehlen, da es wertvolle Praxiseinblicke bietet und sowohl die persönliche als auch die fachliche Weiterentwicklung nachhaltig unterstützt. Meiner Ansicht nach sollten wir Studierenden solche Angebote unbedingt nutzen, da sie die eigene Perspektive erweitern und zur Professionalisierung im Lehramtsstudium beitragen.“

Zugleich signalisiere die Teilnahme Engagement sowie ein reflektiertes und breit aufgestelltes Kompetenzprofil gegenüber zukünftigen Arbeitgebern. „Nicht zuletzt eröffnet sich durch solche Qualifikationen die Möglichkeit, neue Perspektiven zu gewinnen und Chancen zu ergreifen. Gleichzeitig erhält man einen nachvollziehbaren Nachweis über die intensive Auseinandersetzung mit den relevanten Themen“, so Morina.

Viele Impulse für die Praxis

Für Vera Morina beginnt nun bald der Vorbereitungsdienst – ihren Master of Education hat sie bereits abgeschlossen. Mit Blick auf ihren Berufseinstieg beschreibt sie klar, was sie aus ProDiPer für ihre Unterrichts- und Schulpraxis nimmt: „Ich nehme insbesondere wichtige Impulse für die Gestaltung von Unterricht, den Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen sowie die kontinuierliche Reflexion meiner eigenen Rolle als Lehrkraft mit. Besonders prägend ist für mich die vertiefte Auseinandersetzung mit Bildungsgerechtigkeit sowie mit diversitäts- und diskriminierungskritischen Perspektiven.“

ProDiPer habe sie in besonderem Maße auf die schulische Realität vorbereitet, da Schule von Vielfalt geprägt sei und jede*r Schüler*in als Individuum wahrgenommen und bestmöglich gefördert werden sollte. Eine zentrale Aufgabe von Lehrkräften sieht sie darin, reflektiert zu handeln, sich kontinuierlich weiterzubilden und aktiv zur Gestaltung einer demokratischen und inklusiven Lernkultur beizutragen.

Vorbildfunktion

Denn, so Morina abschließend: „Als Lehrkräfte haben wir eine Vorbildfunktion: Nur wenn wir selbst bereit sind, uns kontinuierlich weiterzubilden und zu reflektieren, können wir diese Haltung auch an unsere Schüler*innen weitergeben.“

Mit einem Appell an ihre zukünftigen Kolleg*innen schließt sie: „Lassen Sie uns gemeinsam als Vorbilder agieren, dafür sorgen, dass Schüler*innen sich wertgeschätzt fühlen und durch unser Handeln Schüler*innen zur Wertebildung, Persönlichkeitsentwicklung und demokratischen Bildung inspirieren.“