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Herbstschule 2021

Herbstschule 20212021-09-09T14:24:53+02:00

Herzlich willkommen zur Herbstschule 2021

Auch in diesem Jahr richtet die Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit den Kompetenzteams der Städte Essen und Mülheim/Oberhausen sowie der Bildungsinitiative RuhrFutur die Herbstschule „Heterogenität in Schule und Unterricht“ aus.

Nach herausfordernden Monaten ziehen wir mit der diesjährigen digitalen Herbstschule unter dem Motto „In Krisen lernen: Positive Effekte für die Zukunft nutzen“ eine Zwischenbilanz und wollen im Verlauf der Woche Perspektiven für künftiges Handeln im Schulkontext diskutieren.

Zum Auftakt blicken wir in einer Diskussionsrunde mit Vertreter*innen aus der Schulpraxis und der Universität auf die Lehren, die wir bislang aus der Pandemie ziehen können.

An den folgenden Veranstaltungstagen setzen wir inhaltliche Schwerpunkte. So fokussieren wir am Dienstag das Thema Gesundheit, Motivation und Umgang mit herausforderndem Verhalten. Am Mittwoch blicken wir auf Aspekte guten Unterrichts in Präsenz und in Distanz. Den Abschluss der Fortbildungswoche markiert das Thema Bildungsgerechtigkeit

Innerhalb dieses Rahmens laden wir Lehrkräfte und Referendar*innen aller Schulformen der Städte Duisburg, Essen, Mülheim und Oberhausen sowie Lehramtsstudierende der Universität Duisburg-Essen zu einem breiten Vortrags- und Webseminarprogramm ein, das fachliche und fachübergreifende Inhalte bereithält und Ihnen außerdem interaktive Vernetzungsmöglichkeiten über den eigenen Schul- bzw. Ausbildungskontext hinweg bietet.

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von RuhrFutur und den Kompetenzteams der Städte Essen und Mülheim/Oberhausen wünscht Ihnen das Zentrum für Lehrerbildung eine inspirierende Woche!

Ablauf

06. September

13:00-14:20 Uhr

Professor Dr. Philip Jugert, Professorin Dr. Bärbel Barzel, Nicola Küppers, Frajo Ligmann
Zum Auftakt der Herbstschule 2021 führt eine Diskussionsrunde mit Vertreter*innen der Schulpraxis und Professor*innen der Universität Duisburg-Essen (UDE) in den diesjährigen Themenschwerpunkt ‚In Krisen lernen: Positive Effekte für die Zukunft nutzen‘ ein. Frajo Ligmann (Gymnasium Würselen), Nicola Küppers (Grundschule am Dichterviertel, Mülheim a. d. Ruhr), Prof. Dr. Bärbel Barzel (Fakultät Mathematik, UDE) und Prof. Dr. Philipp Jugert (Fakultät Bildungswissenschaften, UDE) ziehen eine kurze Bilanz über die pandemiebedingten Herausforderungen und skizieren, welche Impulse und Potenziale aus der Krise hervorgehen können.
14:30-16:00 Uhr

Dr. René Breiwe
René Breiwe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der AG Bildungsforschung und Koordinator im Projekt UDIN (https://digi-ebf.de/udin). Seine Forschungspunkte liegen in den Bereichen Diversität, Rassismuskritik sowie Inklusion und Digitalisierung.
Im Zuge der pandemischen Verhältnisse waren Schulen gezwungen, digitalisierten (Distanz-)Unterricht durchzuführen. In diesem Rahmen ergaben sich grundlegend neue Möglichkeiten Unterricht und Schule transformativ zu gestalten, beispielsweise hinsichtlich erweiterter Formen der Individualisierung und Inklusion (adaptives Lernen, Learning Analytics, asssistive Technologien etc.) oder Formen transnationaler Entgrenzung. Hiermit sind auch veränderte Rollen der Lehrkräfte verbunden: vom Unterrichtenden in Präsenz zum Learning Analyst im virtuellen Raum.
Im Webseminar werden auf Basis theoretischer Überlegungen zur Transformation von Schule und Unterricht im Kontext von Inklusion und Digitalität konkrete Unterrichtsszenarien vorgestellt. Die Beispiele werden vor dem Hintergrund der Transformationspotentiale im Hinblick auf die Frage diskutiert, inwiefern mit ihnen positive Effekte im Kontext der Inklusion verbunden sind. Daran anknüpfend wird gefragt, ob neue Medien auch zu einer neuen Schule führen (können) oder ob auch trotz digitalisierter Lehr- und Lernformen die ‚alte Schule‘ Bestand hat und der aktuelle Einsatz digitaler Medien einer ‚palliativen Didaktik‘ (Krommer 2019) entspricht.
14:30-16:00 Uhr

Janna Plate
M.A. Soziologie, Theaterpädagogin BuT, Resilienzcoach; verbindet theaterpädagogische Methoden mit Erkenntnissen aus Soziologie und Resilienzforschung. Schwerpunkte: Biografisches Theater, Resilienz, Stressbewältigung, Selbstausdruck, Improtheater, Konfliktbewältigung.
Nie wurde der Wunsch nach einem Rüstzeug gegen äußere Widrigkeiten wohl häufiger und deutlicher geäußert als in den vergangenen Monaten. Manche konnten die globale Krise als Entschleunigung oder persönliche Bestandsaufnahme nutzen, andere fühl(t)en sich schlicht überrollt, machtlos und überfordert. Sei es durch z. B. individuelle Lebensumstände, aber auch fehlende Resilienz (Widerstandskraft der Seele). Akzeptanz, Optimismus, Kreativität und Flexibilität wurden nicht nur als Kernkompetenzen in der Pandemie deutlich, sie sind seit Jahren in der Forschung als wesentliche Resilienzfaktoren bekannt. Krisen gehören zum Leben und Resilienz ist kein Zaubermittel, das uns gegen sie immun macht. Vielmehr eröffnet jede Krise die Chance, uns selbst und unsere individuellen Ressourcen in der Krisenbewältigung besser kennenzulernen. Mit diesem Erfahrungswissen können wir zukünftig gestärkter und selbstbewusster auch in Situationen gehen.
Nachdem wir uns gemeinsam die Resilienzfaktoren angeschaut haben, gibt es in diesem Workshop die Möglichkeit mit Selbstreflexionsmethoden und Übungen für den Alltag die individuellen Ressourcen aufzudecken und stärken.
14:30-16:00 Uhr

Lara-Idil Engec, Dr. Manuela Endberg
Welche Unterstützungsleistungen für die Herausforderung der Digitalisierung Schulen in allen Bundesländern zur Verfügung stehen, dieser Frage geht das Projekt ForUSE-digi an der UDE seit 2019 nach. Bereits vor der Pandemie konnte eine bundesweite Bestandsaufnahme der Strategien, Strukturen und vor allem Unterstützungsleistungen für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung erhoben werden. Im Zuge der Auswertungen wurde ein Modellvorschlag entwickelt: Das Modell „Unterstützungsleistungen für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung“ (Endberg, Engec und van Ackeren, angenommen/im Druck) verbindet erstmals Dimensionen der Schulentwicklung mit digitalen Medien (Eickelmann und Gerick, 2017) mit umfassenden Leistungen für die Unterstützung von Schulen. Im Rahmen des Webseminars der Herbstschule soll nun die Schulpraxis bewusst eingebunden werden, das Modell soll aus der Praxisperspektive diskutiert und durch diesen Blick wertvoll ergänzt werden; mit der Fragestellung: Welche Formen der Unterstützung für Schulentwicklung im Kontext der Digitalisierung werden aus der Praxis als sinnvoll erachtet/gebraucht und welche Bedarfe und Wünsche werden an das Unterstützungssystem adressiert?
14:30-16:00 Uhr

Dr. Bettina Waffner
Bettina Waffner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Learning Lab der UDE. Sie leitet die Gesamtkoordination des BMBF-Metavorhabens Digitalisierung im Bildungsbereich, in dessen Rahmen auch Forschungssynthesen entstehen.
Digitale Medien verändern die Art wie Menschen miteinander kommunizieren, an Problemlösungen arbeiten, Projekte anlegen und ihr Wissen erweitern. Die Geschwindigkeit bahnbrechender Innovationen in der Entwicklung von Automatisierungen, Robotik und künstlicher Intelligenz führen zu einer Auseinandersetzung über Inhalte und Methoden schulischer Bildung. Es erfordert ein strategisches Vorgehen, um geeignete Formen des Lehrens und Lernens für die digitale Welt zu entwickeln und eine Schulkultur zu etablieren, die kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration, technologische Kenntnisse und ein globales Bewusstsein in den Mittelpunkt stellt. Das Potenzial digitaler Medien entfaltet sich erst, wenn die am Prozess beteiligten Akteure zusammenarbeiten. Dafür braucht es Schulleiter*innen, die sich als leader verstehen, und den digitalen Wandel an ihrer Schule zu ermöglichen und fördern. Aktuelle internationale Forschungsbefunde über die Rolle von Schulleiter*innen, deren Aufgaben und Herausforderungen im Rahmen des digital leadership, die in einem wissenschaftlichen Review verdichtet wurden, werden vorgestellt und vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie-Erfahrungen diskutiert.
14:30-16:00 Uhr

Julia Bönte
Julia Bönte ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Lehr-Lernpsychologie und in der AG Unterrichtsentwicklung. Forschungsschwerpunkte bilden u.a. der Videoeinsatz in Lehr-Lernsetting, insbesondere in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer*innen sowie im Bereich (nonverbaler) Klassenführung (Bezug zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht)
Videos in der Aus-, Fort- und Weiterbildung bieten großes Potenzial zur Kompetenzentwicklung von (angehenden) Lehrer*innen (z. B. Borko, Koellner, Jacobs und Saego, 2011; Kramer, König, Kaiser, Ligtvoet und Blömeke, 2017). Dabei können je nach Fokus eigene, fremde oder inszenierte Unterrichtsvideos zu Analyse- und Reflexionszwecken eingesetzt werden. In den vergangenen Jahren wurden verstärkt Unterrichtsvideos entwickelt und für den Einsatz zur Optimierung der Lehrerbildung erprobt, um langfristig die Unterrichtsqualität zu verbessern. Die zunehmende Digitalisierung in Lehr-Lernkontexten wurde aufgrund der Corona-Pandemie noch einmal beschleunigt und der Medieneinsatz in Lehr-Lernsettings wird zunehmend selbstverständlicher. Die aktuellen Entwicklungen können dem Videoeinsatz zur Kompetenzförderung den Weg ebnen.
Im Webseminar werden ausgewählte Videoportale vorgestellt, Einsatzmöglichkeiten und Potenziale eigener und fremder Unterrichtsvideos zur Kompetenzförderung (wie die professionelle Wahrnehmung sowie die Reflexionskompetenz) aufgezeigt und anhand ausgewählter Beispiele gemeinsam erprobt. Abschließend werden die Potenziale sowohl für Distanz- als auch für Präsenzformate diskutiert.
14:30-16:00 Uhr

Professorin Dr. Bärbel Barzel, Katrin Klingbeil, Fabian Rösken
Bärbel Barzel ist Professorin für Didaktik der Mathematik in den Sekundarstufen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Lernen mit digitalen Medien sowie Lehrerprofessionalisierung in Mathematik.
Mit nur wenigen Klicks einen Einblick in das mathematische Denken Ihrer Schüler*innen erhalten? Das ist das Ziel von SMART-Tests, einem verstehensorientierten Online-Diagnosesystem für die Sekundarstufe I. Es handelt sich dabei um 10- bis 15-minütige Tests, die sich auf einen ausgewählten Inhaltsbereich beziehen. Neben einer automatischen Diagnose von Verstehensstufen und Fehlvorstellungen bietet SMART Hinweise und Unterrichtsvorschläge, die für eine individuelle Förderung von Schüler*innen genutzt werden können. In diesem Webseminar werden SMART-Tests im Bereich der Algebra sowie deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht vorgestellt.
14:30-16:00 Uhr

Frajo Ligmann, Dr. Nina Bücker
Nina Bücker (Fachleiterin ZfsL Aachen, Medienberaterin Bezirksregierung Köln) und Frajo Ligmann (Fachleiter ZfsL Jülich und ZfsL Aachen, Medienkoordinator Gymnasium Würselen)
Mit der App oder auch über den Browser können Schüler*innen multimediale E-Books gestalten und darin beispielsweise ihr Lernen auf Distanz dokumentieren. Die Anwendung bietet die Möglichkeit, dass entweder jede Schüler*in ein eigenes E-Book gestaltet oder gruppenweise gemeinsam an einem Lernprodukt gearbeitet wird. Aufgrund der sehr einfachen und vielfachen Gestaltungsmöglichkeiten eignet sich die Anwendung für Schüler*innen aller Schulformen. Wenn Sie Lust haben die Anwendung selbst auszuprobieren, dann melden Sie sich vor dem Webseminar an unter https://app.bookcreator.com/sign-in/teacher. Die Anmeldung ist für Lehrkräfte kostenlos.

07. September

13:15-14:15 Uhr

Professorin Dr. Silja Bellingrath, Professorin Dr. Lisa von Stockhausen, Elena Vieth, Margit Rüter-Hüsgen
Silja Bellingrath ist Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie mit dem Schwerpunkt Belastung und Beanspruchung im Lehrer*innenberuf an der UDE.
Der Lehrer*innenberuf ist durch hohe kognitive und emotionale Anforderungen gekennzeichnet. In einem dynamischen und nur bedingt planbaren Kontext haben Lehrkräfte die Aufgabe, nicht nur Fachwissen didaktisch angemessen zu vermitteln, sondern auch die dafür notwendigen Kontextbedingungen (z. B. geringe Unterrichtsstörungen, soziale Unterstützung der Lernenden) herzustellen und aufrechtzuerhalten. Diese hohen psychosozialen Anforderungen führen nicht nur dazu, dass Lehrkräfte in besonderem Maße von arbeitsbedingtem Stress und Burnout betroffen sind, es besteht auch ein Zusammenhang zwischen der emotionalen Beanspruchung der Lehrkräfte und der Unterrichtsqualität. Im Rahmen des Vortrags werden zum einen Studien vorgestellt, die mögliche psychobiologische Mechanismen beleuchten, welche Zusammenhänge zwischen chronischem Arbeitsstress, emotionaler Erschöpfung und Gesundheit von Lehrkräften erklären könnten. Zum anderen werden Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur Wirksamkeit von Achtsamkeitstrainings für (angehende) Lehrkräfte präsentiert. Diese haben das Ziel die Fähigkeit zur Selbstregulation zu stärken, welche eine entscheidende Voraussetzung für die Aufrechterhaltung mentaler und körperlicher Gesundheit und die Bewältigung beruflicher Anforderungen darstellt. Achtsamkeit bezeichnet eine Form der Aufmerksamkeitslenkung, in der die Aufmerksamkeit absichtsvoll und nicht wertend auf das gegenwärtige Geschehen und Erleben gerichtet wird. Diese Fähigkeit zur Aufmerksamkeitslenkung kann mit Hilfe formeller Meditationsübungen trainiert werden, die durch informelle Übungen im Alltag sowie Psychoedukation zu Stress und Emotionsregulation ergänzt werden. Achtsamkeitstrainings sind in unterschiedlichen Stichproben in Bezug auf Stress, emotionale und kognitive Outcomes bereits gut evaluiert und auch die Anwendung im Schulkontext ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. In unseren Projekten fokussieren wir insbesondere auf eine umfassende Operationalisierung von Selbstregulation und Beanspruchung sowohl im Labor als auch im Schulalltag. Neben der computerbasierten Erhebung von Aufmerksamkeit und exekutiven Funktionen sowie Fragebögen zur Stressbelastung und Emotionsregulation im Labor, erfolgt auch eine Erfassung von psychobiologischen Markern (Cortisol und Herzratenvariabilität) und Copingstrategien im Alltag mit Hilfe des ‚Ecological Momentary Assessments‘.
14:30-16:00 Uhr

Professorin Dr. Silja Bellingrath, Margit Rüter-Hüsgen, Professorin Dr. Lisa von Stockhausen, Elena Vieth
M.A. Margit-Rüter-Hüsgen ist Schulpsychologin am Bistum Essen und promoviert berufsbegleitend in der AG von Professorin Dr. Bellingrath
Lehrkräfte gehören zu den Berufsgruppen, die am stärksten von arbeitsbedingtem Stress und Frühberentung betroffen sind. Gleichzeitig beeinflussen sie maßgeblich den schulischen Erfolg von Schüler*innen. Die Beobachtung eines systematischen Zusammenhangs zwischen der emotionalen Belastung von Lehrkräften und ihrer Unterrichtsqualität unterstreicht die Notwendigkeit, Selbstregulation als professionelle Kompetenz von Lehrkräften gezielt zu stärken. Anknüpfend an den Vortrag von Frau Professorin Dr. Bellingrath zum Thema Achtsamkeitstrainings im Schulkontext: Förderung von Selbstregulation und Gesundheit stellt Frau Margit Rüter-Hüsgen im Rahmen dieses Praxisworkshops das Achtsamkeitstraining Plan A für Lehrkräfte vor, welches an der Universität Duisburg-Essen als Kooperationsprojekt der Arbeitsgruppen Bellingrath und von Stockhausen entwickelt wurde. Das 8-wöchige Training baut auf der Grundlage des umfassend evaluierten Trainingskonzeptes der Mindfulness-Based-Stress-Reduction von Jon Kabat-Zinn auf und wurde an die besonderen Bedingungen des Lehrerberufs angepasst. Ziel ist es, mit Hilfe formeller Meditationsübungen sowie informeller Übungen im Alltag eine bestimmte Form der Aufmerksamkeitslenkung zu trainieren, in der die Aufmerksamkeit absichtsvoll und nicht wertend auf das gegenwärtige Geschehen und Erleben gerichtet wird. Das Kurskonzept sieht dabei eine regelmäßige wöchentliche Präsenzzeit sowie E-Learning-Elemente und selbstständig durchzuführende tägliche Achtsamkeitsübungen vor. Der Workshop bietet die Möglichkeit sich über erste Erfahrungen mit dem Achtsamkeitskonzept auszutauschen und verschiedene Übungen des Trainingskonzeptes praktisch zu erproben.
14:30-16:00 Uhr

Dr. Laura Beckmann
Dr. Laura Beckmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft. Ihre zentralen Forschungsschwerpunkte liegen auf problematischem Verhalten im Jugendalter und Schulentwicklung an sozialräumlich benachteiligten Standorten.
Aggressives Verhalten von Schüler*innen gegenüber Lehrkräften ist ein soziales Phänomen mit potenziell weitreichenden gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen. Erst in den letzten paar Jahren ist Gewalt gegen Lehrkräfte verstärkt in den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs gerückt. Neuere empirische Studien verweisen darauf, dass diese Form der Gewalt an Schulen kein Einzelphänomen ist, sondern schulform- und jahrgangsübergreifend sowie über verschiedene Gesellschaften und Kulturen hinweg beobachtbar ist. Obwohl der Terminus ‚aggressives Verhalten‘ zunächst ein relativ homogenes Erscheinungsbild suggeriert, können darunter ganz verschiedene Formen von Aggression subsumiert werden, darunter sowohl körperliche als auch verbale bzw. psychische Aggression. Im vorliegenden Webseminar werden auf Basis wissenschaftlich erhobener Daten verschiedene Formen von aggressivem Verhalten gegenüber Lehrkräften, deren Prävalenz sowie Risikofaktoren auf Seiten der Opfer und Täter*innen vorgestellt. Zudem werden Auswirkungen auf die Gesundheit der Lehrpersonen besprochen und weitere Folgen in Bezug auf das Lernumfeld und die Qualität von Schule und Unterricht diskutiert.
14:30-16:00 Uhr

Susanne Kleinow, Maria Pelzer-Georg
In diesem Workshop wollen wir mit Ihnen über die Bedeutung der Beziehungsgestaltung im Distanzunterricht in den Austausch kommen. Gerade in den Förderschwerpunkten (ES/LE) ist eine verlässliche und tragfähige Beziehung zwischen der Lehrperson und den Schüler*innen eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Die Bereitschaft sich auf Lernprozesse einzulassen, Ängste zu überwinden und eigene Stärken wahrzunehmen, braucht ein ermutigendes Gegenüber.

„Gelingender Unterricht basiert auf gelingenden Beziehungen!“ (Winfried Palmowski)


Wir wollen uns in diesem Workshop mit Ihnen austauschen über:
  • Wie stellen wir Beziehung in Distanz her?
  • Wie gestalten wir eine pädagogische Bindung in Distanz?
  • Wie gestalten wir ein lernförderliches Klima?
  • Wie geben wir im Distanzunterricht Halt, Orientierung und Struktur?
  • Wie gelingt ein ermutigendes Feedback?
  • Welche Interventionsstrategien erweisen sich in Distanz als hilfreich?
    Wir starten mit einem Input zum Thema Beziehungsgestaltung im Distanzlernen. Anschließend findet eine Arbeitsphase mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch in Kleingruppen statt. Im Plenum tragen wir die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammen.
  • 14:30-16:00 Uhr

    Kathrein Menth, Melanie Graf, Christiane Kasper
    Kathrein Menth ist Grundschullehrerin und Schulleiterin der Sternschule. Christiane Kasper ist MTA, Grundschullehrerin an der Cranachschule und Schulentwicklungsberaterin. Melanie Graf ist Sonderpädagogin, Logopädin und Schulleiterin der Grundschule Viktoriastraße
    Große und stark heterogene Klassen, Kinder ohne oder mit mangelnden Sprachkenntnissen und Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf stellen viele Lehrkräfte vor große Herausforderungen. In diesem Webseminar kommen die Teilnehmer*Innen über die daraus resultierenden Schwierigkeiten, die besonderen Belastungssituationen und die Rolle der eigenen Haltung in den Austausch. Des Weiteren werden gemeinsam mit den Teilnehmer*innen präventive Maßnahmen entwickelt und erprobt.
    14:30-16:00 Uhr

    Barbara Günther-Sokolov
    Achtsamkeit kann die Qualität des Lebens und Lernens bei Kindern in der Schule verbessern und prophylaktisch zur Lehrergesundheit beitragen. In diesem Seminar werden zum einen Impulse, Übungen und Anregungen
    gegeben, wie Achtsamkeit in der Schule umgesetzt werden kann und wie Kinder dadurch zu Konzentration und Aufmerksamkeit, Ruhe und Stille geführt werden können.
    Grundlage dafür ist die Haltung der Lehrkräfte und ihr eigener Lebensvollzug. Nur wer die Ruhe selber in sich hat, kann diese auch ausstrahlen und andere auf dem Weg zu mehr Ruhe begleiten und anleiten.
    Es werden in diesem Seminar also zum anderen Achtsamkeitsübungen (Körperübung, Meditation, Beobachtung von Gedanken) für Lehrer*innen vorgestellt und durchgeführt, um als Lehrer*in selbst präsent, gesund und kraftvoll zu bleiben und mit den vielen, oft gleichzeitig auf einen eintreffenden Anforderungen zufriedenstellend umgehen zu können.
    14:30-16:00 Uhr

    Simon Olmesdahl, Jana Groß
    Die Referenten sind an einer Grundschule bzw. einem Gymnasium tätig und haben lange Erfahrung im Bereich Schulentwicklung.
    Die Coronazeit hat das System Schule gehörig durcheinander gewirbelt. Bewährtes wurde auf die Probe gestellt, Haltungen hinterfragt, Neues entwickelt.
    In diesem Workshop möchten wir darüber nachdenken, was wir aus der Coronazeit mitnehmen können in eine zeitgemäßere Schule. Wir stellen einige Merkmale zeitgemäßen Lernens vor (Die vier Dimensionen der Bildung nach Fadel et al.) und was das für unsere Rolle als Unterrichtende bedeuten kann. Anschließend wenden wir den Blick auf unsere Schulen: was ist Neues entwickelt worden und in welchem Rahmen kann das in der ‚Post-Corona Schule‘ Anwendung finden? Wie können wir die Aspekte zeitgemäßen Lernens zunehmend an unseren Schulen integrieren? Wie behalten wir Raum für Neuerungen?

    08. September

    13:15-14:15 Uhr

    Dr. Patrick Bronner
    Derzeit schnellt die Zahl der erworbenen Endgeräte für Schulen in die Höhe. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Laptops und Tablets - wenn überhaupt - dann sehr konservativ im Unterricht eingesetzt werden. Es handelt sich oft nur um ein digitales Konservieren der etablierten traditionellen Lernkultur. Zeitgemäße Bildung muss deutlich mehr bedeuten als nur die neuen digitalen Möglichkeiten über bekannte Konzepte zu stülpen. Das Potential des wirkungsvollen Einsatzes von mobilen Endgeräten im Unterricht liegt weniger in der Reproduktion von Wissen, sondern viel mehr in der Förderung und Stärkung von Kompetenzen wie z. B. Kreativität, Kritischem Denken, Kollaboration und Kooperation. Die Basis für innovativen Unterricht mit digitalen Endgeräten ist ein Corona-resistentes Medienkonzept, das sowohl das orts- als auch das zeitunabhängige Lernen ermöglicht. Parallel zum technischen Ausbau müssen pädagogische Leitlinien wie z. B. zum wirkungsvollen Medieneinsatz (4 Gebote) und zur Kompetenzorientierung (4K-Modell) und zur Personalisierung (7 Dimensionen) zum Fundament des digital angereicherten Unterrichts gemacht werden.
    14:30-16:00 Uhr

    Dr. Stefanie Kötter-Mathes, Dr. Laura Beckmann, Alina Jenke
    Die immer wieder kurzfristige Organisation von Distanzunterricht infolge von pandemiebedingten Schulschließungen erweist sich für Schulen nach wie vor als anspruchsvoll. Zentrale Herausforderungen bestehen u. a. in der Verfügbarkeit von technischen Ressourcen, aber auch bezüglich der Erreichbarkeit von und der Beziehungsarbeit mit Schüler*innen. Im Rahmen des Seminars werden aktuelle empirische Befunde zu Erfahrungen von Lehrkräften mit Distanzunterricht und der Einrichtung digitaler Plattformen vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf Schulen in sozial deprivierter Lage, welche sich aufgrund schwieriger externer sowie interner Bedingungen vor besondere Herausforderungen gestellt sehen. Die Teilnehmenden sollen einen Einblick erhalten, wie schulische Bildungsprozesse im virtuellen Raum stattfanden und welche Hindernisse in dem Zusammenhang sichtbar wurden. Darüber hinaus sollen anhand von konkreten Best-Practice-Beispielen aus der schulischen Praxis hilfreiche Strategien zur Umsetzung von Distanzunterricht diskutiert werden.
    14:30-16:00 Uhr

    Janna Plate
    M.A. Soziologie, Theaterpädagogin BuT, Resilienzcoach; verbindet theaterpädagogische Methoden mit Erkenntnissen aus Soziologie und Resilienzforschung. Schwerpunkte: Biografisches Theater, Resilienz, Stressbewältigung, Selbstausdruck, Improtheater, Konfliktbewältigung.
    Der Großteil von uns musste im vergangenen Jahr den Sprung ins digitale kalte Wasser wagen. Abgesehen von technischen Hürden, die für manche im ersten Moment unüberwindbar wirkten, kamen für Lehrende immer mehr Fragen auf: Wie erreiche ich die Teilnehmer*innen/SuS auch aus der Distanz? Worauf kommt es beim digitalen Unterricht eigentlich an?
    Neben starken Nerven waren vor allem Flexibilität, Durchlässigkeit und auch Mut zum Scheitern gefragt. Kompetenzen, die insbesondere durch das Improvisationstheater gestärkt werden. Hier können spielerisch Ängste vor Neuem bewältigt und Flexibilität trainiert werden - und am Ende macht das auch noch Spaß!
    In diesem Webseminar soll zum Einen ein Erfahrungsaustausch stattfinden: ‚Wo liegen Chancen und Hürden im digitalen Unterricht?‘ Außerdem werden Übungen aus dem Improvisationstheater vorgestellt und ausprobiert, die digital und in Präsenz funktionieren (z. B. als Warm up für den Unterricht, aktive Lernpausen, ...) und sicher auch zur eigenen Gelassenheit beitragen.
    14:30-16:00 Uhr

    Britta Ervens, Marie-Louise Hilberer
    Britta Ervens ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin im BMBF geförderten Verbundprojekt Unterrichtsentwicklung in der Sekundarstufe I digital und inklusiv durch Research Learning Communities (UDIN) am Standort Essen (https://www.uni-due.de/bifo/team_ervens.php).
    Unterrichtliche Kommunikation findet im Distanzunterricht im Rahmen der Begleitung selbstgesteuerter individueller Lernprozesse oftmals asynchron statt. Das stellt besonders hohe Anforderungen an die Gestaltung von Lehr-Lernmaterialien (z. B. individuelle Arbeitsaufträge, Hilfen zur Entlastung, Strukturierung und Organisation) in Bezug auf Übersichtlichkeit und Selbsterklärbarkeit. Eine sinnvolle Kombination von Text- und Bildelementen bei der Gestaltung kann den Zugang zu Inhalten deutlich erleichtern. In diesem Webseminar soll das Thema visuelle Gestaltungsmöglichkeiten (digitaler) Lehr-Lernmaterialien aus Perspektive der Bildungswissenschaften und des Kommunikationsdesigns (mit einer externen Expertin) aufgegriffen und der Frage nachgegangen werden, wie übersichtliche, möglichst selbsterklärende Materialien visuell gestaltet werden können. Die Veranstaltung soll einen starken Praxisbezug beinhalten: Visuelle Gestaltungsprinzipien und -tipps werden an ausgewählten Dos and Don´ts herausgestellt und in einer Anwendungsaufgabe erprobt. Darüber hinaus ist eine theoretische Rahmung im Form eines kurzen Impulses angedacht.
    14:30-16:00 Uhr

    Julia Hartmann
    Julia Hartmann, M.Sc. ist Mitarbeitende im ProViel Teilprojekt WuZ – Zentrum für Förderung und Beratung. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Dyslexie und Dysgraphie
    Lesen und Lesekompetenz sind der Schlüssel zu nachhaltiger Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und erfolgreichen Berufslaufbahnen. Trotzdem verfügen 18,9 Prozent Schüler*innen der vierten Grundschulklassen über kein ausreichendes Leistungsniveau im Lesen (IGLU-Studie 2016).
    Mit Leseflüssigkeittrainings liegt eine einfache, für Gruppen geeignete Methode vor, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist. Die Teilnehmer*innen des Workshops beschäftigen sich in drei Schritten mit diesem Konzept. Zunächst wird das Lesen und der Leseerwerb modellorientiert betrachtet. Anhand des DRC Modells nach Coltheart et. al (2001) und des Stufenmodells nach Frith (1985) wird bestimmt wie sich Lesen entwickelt und welche Teilkomponenten trainiert werden sollten. Anschließend wird hierfür das Konzept der Leseflüssigkeit erläutert und seine Brückenfunktion und Wirksamkeit anhand der cognitive load theory (Sweller, 2011) diskutiert. Die didaktischen Zugänge der Lese-Tandems sowie des chorischen Lesens werden vorgestellt, ihre Vor- und Nachteile abgewogen und in Hinblick auf ihren Einsatz in Präsenz- und Distanzunterricht ausprobiert und geprüft.
    14:30-16:00 Uhr

    Susanne Kleinow, Maria Pelzer-Georg
    In diesem Workshop wollen wir mit Ihnen über die Bedeutung der Beziehungsgestaltung im Distanzunterricht in den Austausch kommen. Gerade in den Förderschwerpunkten (ES/LE) ist eine verlässliche und tragfähige Beziehung zwischen der Lehrperson und den Schüler*innen eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. Die Bereitschaft sich auf Lernprozesse einzulassen, Ängste zu überwinden und eigene Stärken wahrzunehmen, braucht ein ermutigendes Gegenüber.

    „Gelingender Unterricht basiert auf gelingenden Beziehungen!“ (Winfried Palmowski)


    Wir wollen uns in diesem Workshop mit Ihnen austauschen über:
  • Wie stellen wir Beziehung in Distanz her?
  • Wie gestalten wir eine pädagogische Bindung in Distanz?
  • Wie gestalten wir ein lernförderliches Klima?
  • Wie geben wir im Distanzunterricht Halt, Orientierung und Struktur?
  • Wie gelingt ein ermutigendes Feedback?
  • Welche Interventionsstrategien erweisen sich in Distanz als hilfreich?
    Wir starten mit einem Input zum Thema Beziehungsgestaltung im Distanzlernen. Anschließend findet eine Arbeitsphase mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch in Kleingruppen statt. Im Plenum tragen wir die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammen.
  • 14:30-16:00 Uhr

    Thomas Hartmann, Petra Eickhoff
    Am Beispiel von ‚Küchenschrank-Experimenten‘ werden die Teilnehmer*innen Gelegenheit haben, geeignete Materialpakete für die Schule oder Zuhause kennenzulernen. Unterrichtsmodelle werden vorgestellt, die das Experimentieren und Forschen der Kinder an beiden Lernorten dabei gleichermaßen handlungsorientiert, fächerübergreifend und sprachsensibel sichern können.
    14:30-16:00 Uhr

    Torsten Kupsch, Jana Gross
    Jana Groß ist Konrektorin an einer Grundschule in Mülheim und KT-Moderatorin im Fach Mathematik sowie für den Bereich Medienbildung. Torsten Kupsch ist Klassenlehrer einer jahrgangsübergreifenden Klasse im Norden Mülheims und KT-Moderator im Fach Mathematik.
    Unterricht in heterogenen Lerngruppen stellt Lehrkräfte vor vielfältige Herausforderungen. So benötigen z. B. die Schüler*innen in einem Wochenplan-Unterricht häufig individuelle Instruktionen zu Inhalten und Vorgehensweisen, bevor sie selbstständig arbeiten können. Lehrkräfte, die allein unterrichten, finden häufig nicht die nötige Ruhe, um ausführlich und genau genug zu erklären.
    In diesem Webseminar lernen die Teilnehmer*innen Erklärvideos als eine Möglichkeit kennen, wie sie Kindern sowohl im Präsenz- und Wechselunterricht als auch im Distanzlernen individuell Abläufe und Inhalte erklären können. Wir erarbeiten mit den Teilnehmenden Kriterien für gelungene Erklärvideos, stellen Apps vor, mit denen sie solche Erklärvideos selbst erstellen können und zeigen Wege zum Erstellen eigener Videos auf. Abschließend diskutieren wir mit Ihnen die Chancen und Grenzen von Erklärvideos in verschiedenen Unterrichtssettings.
    14:30-16:00 Uhr

    Simon Olmesdahl
    Der Referent ist Englischlehrer an einer Schule der Sekundarstufe I/II in Essen.
    Für Lernen im 21. Jahrhundert spielen die 4Ks eine besondere Rolle (Kreativität, Kritisches Denken, Kommunikation, Kollaboration). Dieses Seminar widmet sich der Kollaboration: dem zeitgleichen Arbeiten an einem Produkt.
    Am Beispiel einer Unterrichtseinheit für den Hybridunterricht (d. h. Präsenz- und Fernunterricht) wird vorgestellt, wie Schüler*innen in Kleingruppen eine Kurzgeschichte planen, schreiben und überarbeiten. Dabei werden didaktische Überlegungen zum Hybridunterricht, zum Aufbau von Kurzgeschichten und zur Differenzierung einfließen. Die nötigen digitalen Tools werden ebenfalls vorgestellt und erprobt. Die Unterrichtsreihe ist für den Englischunterricht in der Sekundarstufe I konzipiert, das Vorgehen lässt sich aber auf andere Fächer und Stufen übertragen.
    14:30-16:00 Uhr

    Kathrein Menth, Melanie Graf, Christiane Kasper
    Kathrein Menth ist Grundschullehrerin und Schulleiterin der Sternschule, Christiane Kasper ist MTA, Grundschullehrerin an der Cranachschule und Schulentwicklungsberaterin, Melanie Graf ist Sonderpädagogin, Logopädin und Schulleiterin der Grundschule Viktoriastraße.
    Die Förderung von Schüler*innen mit keinen oder mangelnden Deutschkenntnissen im Unterricht stellt viele Lehrer*innen täglich vor große Herausforderungen. Der Aufbau eines Alltags- aber auch fachspezifischen Wortschatzes stellt dabei einen wichtigen Aufgabenbereich dar. Nach einer kurzen theoretischen Einordnung der lexikalischen Strukturen in die Sprachsystematik und Grundlagen der Wortschatzförderung, lernen die Teilnehmer*innen viele praktische Spiel- und Übungsideen kennen und können diese ausprobieren. Des Weiteren werden methodische und organisatorische Möglichkeiten der Wortschatzförderung im Unterricht in Präsenz und in Distanz gemeinsam erarbeitet.
    14:30-16:00 Uhr

    Marie-Theres Derstappen
    Die Referentin ist Englischlehrerin an einer Schule der Sekundarstufe I/II in Essen.
    Welche Möglichkeiten bieten digitale Tools, um Schüler*innen beim Wortschatzaufbau in der Fremdsprache nachhaltig und motivierend zu unterstützen und sie zu selbstständigem Lernen - insbesondere außerhalb der Unterrichtszeit - anzuleiten? Diese Frage versucht das Webseminar zu beantworten, indem es das Potential, aber auch die Grenzen zweier etablierter und bewährter Lernplatformen vorstellt, die (auch) zum Wortschatzlernen genutzt werden können: Quizlet und LearningApps.org. An Beispielen aus dem Englischunterricht der Sekundarstufe I und II wird gezeigt, wie diese Tools gewinnbringend für die individuelle Wortschatzerweiterung der Schüler*innen genutzt werden können; es sollen aber auch mögliche Probleme derartiger Lernplattformen für das individuelle Lernen reflektiert werden. Das Webseminar richtet sich an Fremdsprachenlehrer*innen allgemein, auch wenn die Beispiele aus dem Englischunterricht der Sekundarstufe I/II kommen.
    14:30-16:00 Uhr

    Renate Naderwitz, Simone Schick
    Plane den Unterricht stets so, dass er mit möglichst wenigen Änderungen sowohl im Präsenz- als auch im reinen Distanzunterricht oder im Blended Learning lernförderlich umsetzbar ist. Quelle: Bezirksregierung Düsseldorf Schwerpunktmäßig werden folgende Themen vorgestellt:
    1. Digitale Lernlandschaften anhand von Padlets
    2. Digitaler Sendeplan in drei Formen:
  • Sendeplan während des reinen Distanzunterrichts (täglich von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr)
  • Sendeplan während des Wechselunterrichts (täglich von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr)
  • Sendeplan während des regulären Präsenzunterrichts für alle SuS begleitend zum Präsenzunterricht
    3. Durchführung von Videounterricht
  • DaZ
  • Kunstunterricht (Künstlertreff mit integrierter Sprachförderung)
  • Englishtime
  • Forschen (Sachunterricht)
    4. Einbindung von iPads und Nutzung des Book-Creators
  • 09. September

    13:00-14:15 Uhr

    Professorin Dr. Nina Bremm
    Nina Bremm ist Professorin für Schulentwicklung und leitet die gleichnamige Forschungsgruppe an der Pädagogischen Hochschule Zürich. In ihrer Forschung und Lehre beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Fragen der kontextsensiblen Schulentwicklungsforschung, Educational Governance, Netzwerk- und Transferforschung.
    Bildungsbenachteiligung ist während der Pandemie eines der zentralen Themen in öffentlichen Diskursen und der Bildungspolitik. Antizipiert wird, dass gerade Kinder aus benachteiligten Familien in der Zeit der Schulschließungen ihrer Entwicklung zurückfallen können. Die Studienlage zu diesem Thema ist jedoch insgesamt noch lückenhaft, gesicherte empirische Erkenntnisse fehlen vielfach. Nach einem Blick auf den aktuellen Forschungsstand zur herkunftsbedingten Bildungsbenachteiligung während der Pandemie, widmet sich der Vortrag Konzepten für den Aufbau einer neuen Organisation und Prozessgestaltung von Schule und Unterricht, die dabei helfen kann, Bildungsbenachteiligung auch abseits der Pandemie wirksam entgegenzuwirken. Als relevant zeigen sich empirisch ein holistischer Bildungsbegriff in lebensweltorientierten und als sinnhalft erlebten Settings, kooperatives Lernen und meta-Lernen mit formativen Feedbacks und die Herstellung sozio-emotionaler Sicherheit und des well-beings von Kindern und Erwachsenen mit dem Ziel, Schule zu einem entwicklungsoffenen und humaneren Ort werden zu lassen (z. B. Darling-Hammond et al 2020; Metha und Fine 2018). Die Erkenntnisse der sie fundierenden empirischen Lern- und Entwicklungsforschung sind durchaus anschlussfähig an pädagogische Konzepte; und dies mehr als nur theoretisch, wie vielfältige Praxisbeispiele zeigen.
    14:30-16:00 Uhr

    Dr. Sauro Civitillo, Anna-Maria Mayer, Professor Dr. Philipp Jugert
    Philipp Jugert ist Professor für Interkulturelle Psychologie. Sauro Civitillo und Anna-Maria Mayer sind wiss. Mitarbeitende an dieser Professur. Forschungsschwerpunkte liegen auf kultursensiblen Herangehensweisen im Unterricht und Intergruppenbeziehungen.
    Stereotype sind Zuschreibungen an eine soziale Gruppe über vermeintlich typische Charakteristika und Verhaltensweisen eben dieser (Matsumoto und Juang, 2016). Ausgehend von einer kognitiven Sichtweise handelt es sich bei Stereotypen um eine natürliche und notwendige Reduktion von kontextspezifischer Information aufgrund limitierter Verarbeitungskapazität (Gorski, 2018). Dieser Notwendigkeit zum Trotz kann Stereotypisierung nachteilig für betroffene Gruppen sein (z. B. bei Schüler*innen mit niedrigem SES). Dies ist der Fall, wenn basierend auf Stereotypen Leistungs-Erwartungen an Schüler*innen entstehen, die sich negativ auf deren Schulleistungen auswirken. Stereotypisierung ausgehend von Lehrenden trägt zu bestehenden Ungleichheiten bei, indem zum Beispiel stereotype Erwartungen in Entscheidungen über Noten, Sonderschulempfehlungen und die Empfehlung für den weiteren Bildungsgang miteinfließen. In diesem Webseminar lernen Teilnehmende die Konsequenzen von Stereotypisierung kennen und lernen diese in Beziehung zur Erfahrung von Schüler*innen zu setzen.
    14:30-16:00 Uhr

    Professor Dr. Daniel Reimann
    Daniel Reimann ist Professor für Fachdidaktik der romanischen Schulsprachen. Forschungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich der Mehrsprachigkeitsdidaktik, der Inter- und Transkulturalität sowie im Bereich der Inklusion im Unterricht der romanischen Sprachen.
    Im ersten Teil des Webseminars soll ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Inklusion im Unterricht der romanischen Sprachen gegeben werden. Nach einer theoretischen Rahmung sollen grundlegende Prinzipien und Methoden inklusiven Fremdsprachenunterrichts rekapituliert und auf einzelne Förderschwerpunkte bezogene Unterrichtsverfahren mit Blick auf die romanischen Sprachen vorgestellt werden. Eine Schwierigkeit bei Erforschung und Entwicklung inklusiver Unterrichtssettings in den romanischen Sprachen stellen die insgesamt geringen Fallzahlen dar. Daher soll im zweiten Teil des Webseminars Gelegenheit zum Austausch mit den und unter den Teilnehmenden gegeben werden, um Synergien zu schaffen, Netzwerke entstehen zu lassen, Bedarfe an die Forschung heranzutragen usw.
    14:30-16:00 Uhr

    Kevin Niehaus
    Kevin Niehaus ist seit 08/2020 abgeordnete Lehrkraft für Sonderpädagogik am Institut Deutsch als Zweit- und Fremdsprache. Vor seiner Abordnung arbeitete Kevin Niehaus an Essener Förderschulen und kann auf breite Erfahrungen im Unterricht mit neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen an Hauptschulen zurückblicken. Das Hauptaugenmerk liegt aktuell auf der Erforschung und interdisziplinären Betrachtung der Fachperspektiven DaZ und Inklusion im sich überschneidenden Feld einer Inklusiven Sprachbildung, welche die sprachliche Heterogenität aller Kinder und Jugendlichen konzeptionell zu fassen versucht.
    Sprache als Faktor von Bildungsbe(nach)teiligung ist spätestens seit den internationalen Schulleistungsvergleichsstudien zu Beginn des 21. Jh. anhaltendes Thema bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Forschung (vgl. Lütje-Klose/Wahbe 2018, Gogolin et al. 2020). Dabei steht vor allem die Bildungsbenachteiligung von Kindern sozial benachteiligter Milieus im Vordergrund und lenkt den Blick besonders auf migrationsbedingte Mehrsprachigkeit (vgl. Fürstenau/Gomolla 2011, Cantone/Di Venanzio 2015). Diese wird gerade im Hinblick auf den Reformauftrag schulischer Inklusion zunehmend problematisiert (vgl. Chilla et al. 2016) und zeigt sich in einer überproportional häufigen Zuweisung sonderpädagogischer Unterstützungsbedarfe (vgl. Mand 2012, Landesbetrieb IT NRW 2019). Im Rahmen des Webseminars soll das aufgespannte Spannungsfeld im Kontext einer Inklusiven Sprachbildung (vgl. Rödel/Simon 2019) vorgestellt und im Zuge von möglichen sprachlichen Zuschreibungsprozessen genauer diskutiert werden. Die Ziele des Webseminars lassen sich wie folgt formulieren:
    Die Teilnehmer*innen
  • analysieren, diskutieren und reflektieren sprachliche Heterogenität anhand von zwei schulischen Fallbeispielen.
  • setzen sich mit Wirkzusammenhängen sprachbedingter Bildungsbenachteiligung im Kontext von Inklusion auseinander.
  • erhalten einen Überblick über sprachliche Entwicklungsbereiche, um Spracherwerbsprozesse differenziert(er) zu betrachten.
  • lernen die Konzepte von Sprachbildung, Sprachförderung, Sprachtherapie zu unterscheiden.
  • erhalten Impulse ihren Blick auf und Umgang mit sprachlicher Vielfalt zu professionalisieren.
  • diskutieren Möglichkeiten inklusiv-sprachförderlichen Arbeitens.
  • 14:30-16:00 Uhr

    Dr. Stefanie Kötter-Mathes
    Kaum ein Bereich wird im schulischen Kontext über einen derartig langen Zeitraum so kritisch diskutiert wie die Leistungsbeurteilung bzw. Notenvergabe. Auf der einen Seite besitzen (Abschluss-)Noten einen hohen Stellenwert für den beruflichen Werdegang der Schüler*innen, auf der anderen Seite ist die Notenvergabe wiederum stark fehleranfällig und spiegelt nicht zwangsläufig die zugrundeliegenden Leistungen wider. Vor diesem Hintergrund wurden in den zentralen Prüfungen landesweite Erwartungshorizonte implementiert, welche die Beurteilung der Lehrkräfte transparenter und objektiver gestalten sollen sowie folglich zu einer stärkeren Bildungsgerechtigkeit beitragen sollen. Im Webseminar wird ein Einblick in die Forschung zu Erwartungshorizonten gegeben und es werden insbesondere folgende Fragen erörtert:
  • Wozu brauchen wir Erwartungshorizonte?
  • Was gilt es bei der Erstellung von Erwartungshorizonten zu beachten und wo liegen besondere Herausforderungen?
  • Welche Gestaltungsformen gibt es und was bedeutet dies für deren Anwendbarkeit?
  • 14:30-16:00 Uhr

    Dr. Sabrina Rutter
    Sabrina Rutter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Bildungsforschung. Sie leitet den Forschungsbereich Kontextsensible Erforschung und Entwicklung des Schulsystems.
    Seit einigen Jahren besteht in Deutschland in der Öffentlichkeit und in der Bildungspolitik ein zunehmendes Interesse an Schulen in sozial benachteiligten Lagen. Vor dem Hintergrund, dass an diesen Schulen Kinder und Jugendliche aus prekären Lebensverhältnissen sowie aus eingewanderten und geflüchteten Familien überrepräsentiert sind, werden sie häufig als Problem-Schulen, Schulen in schwierigen Lagen, Brennpunkt-Schulen oder dergleichen wahrgenommen und bezeichnet. Während ein Teil der Schulen in sozial deprivierten Regionen zentral vorgegebene Lern- und Leistungsziele nicht erreicht, gibt es auch Schulen, die trotz ungünstigeren Voraussetzungen sehr erfolgreich arbeiten.
    In dem Webseminar werden zunächst die besonderen und vielschichtigen Herausforderungen von Schulen in sozial benachteiligten Lagen genauer in den Blick genommen. Anknüpfend an zentrale Befunde zu Bedingungen erfolgreicher Schul- und Unterrichtsentwicklung an diesen Schulen wird es darüber hinaus um die Verantwortung aller Akteure im Erziehungs- und Bildungssystem gehen, Formen sozialer Benachteiligung abzubauen und gleiche Bildungschancen für alle Schüler*innen zu sichern.
    14:30-16:00 Uhr

    Dr. Daria Ferencik-Lehmkuhl
    Dr. Daria Ferencik-Lehmkuhl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Heterogenität und Inklusion gestalten - Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS) an der Universität zu Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Diagnose und Förderung schriftsprachlicher Kompetenzen von Schüler*innen in heterogenen Lerngruppen sowie die inklusive Lehrer*innenbildung.
    Deutsche Schulklassen werden immer heterogener. Vor allem die sprachlichen Biografien der Schüler*innen bergen ein großes Potenzial. Allerdings gehen sprachliche und kulturelle Vielfalt noch häufig einher mit Bildungsungerechtigkeit. Deutschlehrkräfte müssen nicht nur unterschiedliche Heterogenitätsdimensionen mitdenken, sondern vor diesem Hintergrund auch verschiedene (Förder-)Aufgaben für unterschiedliche Leistungsniveaus bereitstellen sowie die Lernwege, Lernstrategien und Interessen von verschiedenen Schüler*innen berücksichtigen. Ziel ist es, allen Lernenden die gleichen Chancen zu bieten, um ihr Potenzial voll zu entwickeln.
    Im Rahmen des Webseminars werden zum einen theoretische Überlegungen zu Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit diskutiert. Weiterhin lernen die Teilnehmer*innen Konzepte, Methoden und Lernformate für einen Deutschunterricht der Vielfalt kennen. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Kompetenzbereich ‚Schreiben‘. Authentische Beispiele veranschaulichen die Erläuterungen. Abgerundet wird das Webseminar durch Zahlen und Fakten, z. B. aus dem Bildungsbericht Ruhr oder dem IQB-Bildungstrend.
    14:30-16:00 Uhr

    Jennifer Bertram, Professorin Dr. Petra Scherer
    Im Webseminar wird zunächst ein kurzer Überblick zu traditionellen und veränderten Konzepten und Aufgabenformaten für den Bereich des Sachrechnens gegeben. Vorgestellt werden u. a. geöffnete Textaufgaben oder auch Fermi-Aufgaben, die für den Primar- oder Sekundarbereich geeignet sind. Für die Beispiele werden Möglichkeiten, aber auch Anforderungen und Schwierigkeiten für Schüler*innen herausgearbeitet, denn das Lösen von Aufgaben im Bereich des Sachrechnens erfordert sowohl Kenntnisse der Arithmetik oder Geometrie als auch ein Verständnis der Sache und beinhaltet darüber hinaus sprachliche Anforderungen. Für den Einsatz in heterogenen Lerngruppen ist insgesamt eine hinreichende Offenheit und Flexibilität der Lernangebote erforderlich. Konkrete Aufgabenbeispiele und Schülerdokumente, die von den Teilnehmer*innen auch selbst analysiert werden können, illustrieren die theoretischen Überlegungen.
    14:30-16:00 Uhr

    Lea Hoffmann, Jan Röhrig
    Lea Hoffmann und Jan Röhrig arbeiten für das ProViel-Teilprojekt Deutsch Inklusiv. Implementation fachdidaktischer Konzepte für einen inklusiven Deutschunterricht an der Universität Duisburg-Essen unter der Leitung von Professorin Dr. Miriam Morek.
    Texte schreiben ist eine komplexe Aufgabe - umso wichtiger ist es daher, dass Schüler*innen individuelle Schreibförderung erhalten, um verschiedene Bausteine ihrer Schreibkompetenz weiterzuentwickeln. Statt umfangreiche Tests durchzuführen, lassen sich selbst verfasste Texte von Schüler*innen sehr gut für eine differenzierte Lernstandsdiagnostik nutzen. Im Webseminar werden Werkzeuge und Hilfsmittel dazu vorgestellt. Neben der praktischen Erprobung an einem Schüler*innentext stehen im Webseminar folgende Fragen in Bezug auf Schreibunterricht im Vordergrund:
  • Was kann ich mit einer förderdiagnostischen Beurteilung anfangen?
  • Zu welchem Zeitpunkt sind förderdiagnostische Einschätzungen notwendig?
  • Auf welchen Ebenen lassen sich aus Schüler*innentexten förderdiagnostische Schlüsse ziehen?
  • Welche förderdiagnostischen Werkszeuge gibt es?
  • Wie kann ich förderdiagnostische Ergebnisse festhalten?
  • 14:30-16:00 Uhr

    Inka Achtelik, Sarah Schröter
    Inka Achtelik ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Bildungsforschung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Sie forscht schwerpunktmäßig zu Studienerfolg und Bildungsaufstiegen an deutschen Hochschulen. Sarah Schröter ist die Koordinatorin des NRW-Talentscouting Projekts an der UDE (ABZ) und zudem selbst Talentscout an Schulen in Duisburg und Essen.
    Der Zusammenhang zwischen familiärer Herkunft und dem Bildungserfolg junger Menschen ist in der Bundesrepublik Deutschland so groß wie in keinem anderen europäischen Land (Autorengruppe Bildungsberichterstattung, 2018). Insbesondere junge Menschen aus Familien ohne akademische Erfahrung, sogenannte Bildungsaufsteiger*innen und/oder solche mit Migrationshintergrund haben im stark selektiven deutschen Bildungssystem erhebliche Hürden zu überwinden (Bildungsberichterstattung, 2016).
    Im Webseminar werden grundlegende Erkenntnisse der Bildungsaufstiegsforschung vorgestellt. Hierbei sollen schwerpunktmäßig Inhalte zu Interventionsmöglichkeiten in Form von Projekten, Initiativen, Programmen, Vereinen o. Ä. zum Abbau bildungsherkunfts- sowie migrationsspezifischer Differenzen an Schulen sowie anderen Bildungseinrichtungen, vermittelt werden. Am Beispiel des Programms NRW-Talentscouting der UDE werden insbesondere Einblicke in die Arbeit der Talentscouts mit Jugendlichen/Studierenden aus nichtakademischen Elternhäusern, an Schulen in Essen und Duisburg, ermöglicht.
    14:30-16:00 Uhr

    Nicola Küppers
    Nicola Küppers ist Rektorin der Grundschule am Dichterviertel, nominierte Schule des Deutschen Schulpreises Spezial 2021 im Bereich Bildungsgerechtigkeit und Schulentwickungsberaterin der Bezirksregierung Düsseldorf.
    Wie gelingt es, Bildungsgerechtigkeit zu fördern und die Seele einer Schule auch in der Distanz erlebbar zu machen? In diesem Webseminar wird das Konzept zum Umgang mit der Coronakrise der Grundschule am Dichterviertel in Mülheim an der Ruhr vorgestellt und Teilnehmer*innen tauschen sich in einer anschließenden Fragerunde über die Impulse aus.

    Alle Termine als iCal herunterladen.

    Ansprechpartnerin

    Dilek Gürsoy-Posse

    Zweite digitale Herbstschule erfolgreich abgeschlossen

    15. September 2021|

    Im zweiten Jahr in Folge wurde die gemeinsam organisierte Fortbildungswoche Herbstschule "Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht" von den Kompetenzteams der Städte Essen und Mülheim/Oberhausen, der Bildungsinitiative RuhrFutur und der UDE digital umgesetzt. Unter dem Jahresmotto "In Krisen Lernen – Positive Effekte für die Zukunft nutzen" besuchten angehende und ausgebildete Lehrkräfte das breite Angebot aus Vorträgen und Webseminaren.

    Herbstschule Heterogenität vom 06. bis 09. September 2021

    22. Juli 2021|

    Vom 06. bis 09. September 2021 richtet das ZLB der UDE gemeinsam mit den Kompetenzteams der Städte Essen und Mülheim/Oberhausen sowie der Bildungsinitiative RuhrFutur die digitale Herbstschule „Heterogenität in Schule und Unterricht“ aus. Das diesjährige Thema lautet: „In Krisen lernen: Positive Effekte für die Zukunft nutzen“. Anmelden kann man sich ab dem 02. August 2021.

    Erste digitale Herbstschule erfolgreich durchgeführt

    15. Oktober 2020|

    Bereits zum achten Mal fand im September die Herbstschule ‚Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht‘ statt. Erstmalig war die gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von ZLB, RuhrFutur und den Kompetenzteams der Städte Essen und Mülheim/Oberhausen für (angehende) Lehrkräfte aller Schulformen als komplett digitale Veranstaltung konzipiert.

    Hallo,
    ich heiße BeLa.