Universitätsschule

Universitätsschule2026-09-03T16:21:01+02:00

Tiegelschule Essen: Eine Gemeinschaftsgrundschule in Kooperation mit der UDE

2018 haben die Stadt Essen und die Universität Duisburg-Essen (UDE) in einem Letter of Intent erklärt, im Rahmen des Neubaus und dem Betrieb einer neuen Grundschule in unmittelbarer Nähe zur UDE eng miteinander zu kooperieren. Nach der Erarbeitung des Raumkonzepts und dem Neubau der Schule arbeiten Vertreter*innen, der UDE, Stadt Essen und des Schulamtes für die Stadt Essen (Untere Schulaufsicht) sowie seit Anfang 2026 auch das Gründungskollegium der Tiegelschule zur Entwicklung der konzeptionellen Gestaltung in einem gemeinsamen Arbeitskreis zusammen. Die Mitglieder waren bereits im Lenkungskreis „Unischule“ aktiv, der perspektivisch in einen Kooperationsbeirat überführt werden soll.

Seitens der UDE sind Akteur*innen aus den für das Grundschullehramt relevanten Fächern und den Bildungswissenschaften vertreten. Die Orientierung an den Bedarfen der Lernenden sowie des multiprofessionellen Teams ist dabei handlungsleitend, einen Rahmen für die Ausgestaltung setzt das offene Raumkonzept, das das Unterrichten in jahrgangsgemischten Lerngruppen vorsieht. Umgesetzt wird auch eine innovative Rhythmisierung von Lernzeiten und den Angeboten der Ganztagsbetreuung. So können neue Zeiten und Räume für die individuellen Lernwege der Schüler*innen eröffnet werden. Passende angeleitete Differenzierungs- und Selbstlernphasen, auch außerhalb des herkömmlichen Klassenraums bzw. Lernateliers werden, dabei in ein ausgewogenes Verhältnis zum gemeinschaftlichen Lernen gesetzt.

Gerahmt wird die Zusammenarbeit durch das Leitbild der Schule „Gemeinsam lernen, Vielfalt leben, Zukunft gestalten“, mit dem die Tiegelschule positive Impulse für das Quartier setzen möchte.

Die Schule nimmt zum Schuljahr 2026/27 erstmalig Schüler*innen in die erste Jahrgangsstufe auf und wird in den folgenden Jahren aufwachsen.

Mit der Kooperation wird eine ko-konstruktive Zusammenarbeit zwischen Schulpraxis, Bildungsadministration und Wissenschaft angestrebt. Schulentwicklung, praxisorientierte Forschungsprojekte sowie die Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften und des Weiteren pädagogischen Personals bilden die inhaltlichen Eckpunkte für dieser Zusammenarbeit.

Das ZLB übernimmt im laufenden Arbeitsprozess eine koordinierende Funktion und unterstützt die wissenschaftliche Begleitung der Schulentwicklung.

Ansprechperson

Dr. Nicola Großebrahm

Beiträge

Neue Grundschule im Essener Nordviertel

28. August 2025|

Im Essener Nordviertel entsteht gerade mehr als nur ein neues Schulgebäude: Hier wächst ein Bildungsprojekt, das Universität, Stadt und Schulamt auf neue Weise miteinander verbindet. In unmittelbarer Nähe zum Campus Essen der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird eine dreizügige Grundschule gebaut, die zum Schuljahr 2026/27 mit ihrem ersten Jahrgang startet.

Bis zu 81 Kinder sollen dann eingeschult werden. Die ersten Anmeldungen laufen bereits in diesem Herbst an. In den folgenden Jahren wächst die Schule dann Stück für Stück weiter. Für interessierte Eltern findet am 02. September von 17:00 bis 18:30 Uhr eine Infoveranstaltung statt (Bibliothekssaal der Uni, Gebäude R11).

Kooperation zwischen Stadt, Schulamt und UDE

Besonders im Stadtbezirk I werden Grundschulplätze mit Offenem-Ganztags-Angebot dringend gebraucht. Der Neubau, in dem Kindern bis 15 Uhr oder länger ihren Tag verbringen werden, schafft hier die benötigten Kapazitäten. Er entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Tiegelschule, die 2011 wegen rückläufiger Schülerzahlen geschlossen und später wegen der maroden Bausubstanz abgerissen worden war.

Bei der neuen Tiegelschule kooperieren Stadt, das Schulamt für die Stadt Essen und die UDE eng: Gemeinsam entwickeln sie derzeit die inhaltliche Ausrichtung der barrierefreien Schule, in der die Kinder in jahrgangsübergreifenden, inklusiven Gruppen lernen.

Innovative Ansätze

Dabei bringt sich die Universität aktiv ein: mit Ideen für moderne, inklusive Unterrichtsformen, mit Angeboten zur Qualifizierung des künftigen Kollegiums und zu den Möglichkeiten, Lehramtsstudierende frühzeitig einzubinden. Auch die Forschung kommt nicht zu kurz – mittelfristig soll die Schule ein Ort werden, an dem innovative Ansätze direkt erprobt und wissenschaftlich begleitet werden können. Ein Lenkungskreis mit Vertreter*innen aus Universität, Stadt und Schulaufsicht begleitet die Entwicklung.

Dr. Nicola Großebrahm koordiniert das Projekt am Zentrum für Lehrkräftebildung (ZLB) der UDE: „Diese Schule wird von Anfang an anders gedacht. Wir gestalten gemeinsam eine Lernumgebung, die Kinder stärkt, Lehrkräfte begleitet und Raum für neue Ideen lässt“, betont sie.

„Statt klassischer Klassenräume gibt es bei uns sogenannte Lerncluster. Man kann sich das vorstellen wie kleine Lernlandschaften: Zwei große Räume – die Lernateliers – lassen sich bei Bedarf zu einem noch größeren Bereich öffnen. Dort können die Kinder gemeinsam lernen, kreativ arbeiten oder sich zurückziehen. Zusätzlich gibt es kleinere Räume, in denen sie ganz in Ruhe allein oder in kleinen Gruppen arbeiten können – je nachdem, was sie gerade brauchen.“

Text: Pressestelle der UDE

Weitere Informationen:
Für Medien:  
Dr. Nicola Großebrahm, ZLB, Tel. 0201/18 3-3184, .img(.).img{at}.img(.).img">.img(.).img{at}.img(.).img

Für rückfragende Eltern:
Miriam Matenia, Fachbereich Schule der Stadt Essen, Tel. 0201/88-40400 .img(.).img{at}.img(.).img(.).img">.img(.).img{at}.img(.).img(.).img
Jan von der Gathen, Schulamt für die Stadt Essen, Tel. 0201/88-40963 .img(.).img{at}.img(.).img(.).img">.img(.).img{at}.img(.).img(.).img

Nach oben