2026
Direkte und indirekte Antisemitismus-Prävention im schulischen Kontext – in der Alten Synagoge Essen (im BuAT anrechenbar)
Dienstag, 28. April 2026, 13:00 – 17:00 Uhr
Jürko Ufert ist Referent für antisemitismuskritische Bildungsarbeit im Schulwesen. Er arbeitet in Abordnung durch das Ministerium für Schule und Bildung (MSB NRW) bei SABRA (Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus). Er ist zuständig für den Austausch mit und die Sensibilisierung/Qualifizierung von Multiplikator*innen und Kooperationspartner*innen.
Dr. Anton Hieke koordiniert die mobile Bildungsarbeit der Alten Synagoge Essen, Haus jüdischer Kultur. Hierfür führt er altersunabhängige Formate zu den vielfältigen jüdischen Traditionen durch, um einen Einblick darin zu erhalten.
Inhaltskommentar:
Teil I: SABRA – Kompetent und konsequent gegen Antisemitismus im schulischen Kontext
Antisemitismus ist ein Problem, dem sich die Schulen als Spiegel der Gesellschaft stellen müssen. Jüdische Schüler*innen erfahren Antisemitismus in der ganzen Bandbreite seiner Erscheinungsformen. Die Institution Schule ist als Bildungs- und Erziehungseinrichtung verpflichtet, Antisemitismus zu bekämpfen. Antisemitismus ist keine bloße Meinung, sondern ein Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Diese zu schützen ist Aufgabe aller, vor allem aber der Lehrkräfte.
In diesem Workshop wird die Tätigkeit der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus (SABRA) vorgestellt. Deshalb steht die Frage „Was tun bei antisemitischen Vorfällen im schulischen Kontext?“ im Mittelpunkt.
Bei der Beantwortung wird zunächst ein Blick auf Antisemitismus speziell im Schulbereich geworfen, bevor es um die schulrechtlichen Rahmenbedingungen in NRW geht. Es folgt die für SABRA besonders wichtige Auseinandersetzung mit den jüdischen Perspektiven auf Antisemitismus. An diese vorwiegend theoretische Analyse schließt die Vorstellung hauptsächlich an der Praxis orientierter, konkreter Handlungsempfehlungen für Schulleitungen und Lehrkräfte bei antisemitischen Vorfällen an. Der praktische Teil mündet schließlich in eine kritische Reflexion anhand von Fallbeispielen aus dem SABRA-Beratungsalltag und mithilfe der SABRA-Matrix zur gesamtspezifischen Arbeit von Schule gegen Antisemitismus.
Ein Angebot von SABRA
Teil II: Judentum und Judentümer und NRW
Die jüdischen Traditionen werden oft nur unter der Erfahrung der Verfolgung, des Antisemitismus und einer scheinbaren Andersartigkeit wahrgenommen. Sie sind viel mehr als das und ein Teil der Tradition der ganzen Gesellschaft. Als älteste noch heute existierende monotheistische Religion entwickelte sich das Judentum über die vergangenen Jahrtausende in eine Vielzahl von Judentümer und Traditionen. Was sind jedoch diese Traditionen unserer allgemeinen Tradition?
In diesem Teil der zweiteiligen Reihe geht es um Synagogen und Feiertage, Grundideen, Alltag und säkulare Welt. Natürlich sprechen wir auch über die Judentümer in Essen seit Napoleon. Wir sprechen auch über die moderne Darstellung der jüdischen Traditionen im Unterricht.
Ein Angebot der Alten Synagoge Essen.
Wann?
Dienstag, 28. April 2026, 13:00 – 17:00 Uhr
Wo?
Alte Synagoge Essen
Kosten?
Für Lehramtsstudierende kostenfrei
Jüdische Objekte zum Anfassen: Eine Einführung in die Welt der Judaica (im BuAT anrechenbar)
Freitag, 08. Mai 2026, 10:00 – 11:30 Uhr
Dr. Anton Hieke koordiniert die mobile Bildungsarbeit der Alten Synagoge Essen, Haus jüdischer Kultur. Hierfür führt er altersunabhängige Formate zu den vielfältigen jüdischen Traditionen durch, um einen Einblick darin zu erhalten.
Inhaltskommentar:
Mehr noch als ihr christliches Gegenstück werden in der jüdischen Religion und Tradition, ob in der Synagoge oder im eigenen Haushalt, eine Vielzahl an besonderen Gegenständen für die einzelnen Feiertage oder den Alltag verwendet. Wie sehen diese Gegenstände aus, was wird damit gemacht? Lassen Sie uns sprechen über Menora und Chanukkia, Torarolle und Jad, Schofar, Hawdala-Zubehör, Mesusa und einigem mehr. Die Einführungsveranstaltung stellt diese Gegenstände der jüdischen Tradition, ihre Verwendung und ihre Bedeutung vor.
Wann?
Freitag, 08. Mai 2026, 10:00 – 11:30 Uhr
Wo?
Weststadttürme, Berliner Platz 6-8 | WST-C.12. | 45127 Essen
Kosten?
Für Lehramtsstudierende kostenfrei


