Eingangsakademie

Eingangsakademie2018-06-26T08:53:27+00:00

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Das Projekt Entrance to Expertise

Universitäten und Fachhochschulen können aufgrund des neugefassten § 49 Hochschulgesetz (HG) Studierenden die Möglichkeit eines schnelleren Studieneinstiegs bieten. Gleichzeitig bedeutet die gezielte Anwerbung und Auswahl von Studieninteressierten einen Beitrag zur Internationalisierung sowie eine interessante Möglichkeit, dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels vorausschauend entgegenzusteuern.

Mit dem Projekt Entrance to Expertise wendet sich die Universität Duisburg-Essen an studieninteressierte Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer, die in ihrem Heimatland bereits einen Hochschulzugang erworben haben, aber ohne eine Zugangsprüfung nicht zum Studium an einer deutschen Hochschule berechtigt sind. Üblicherweise musste diese Gruppe der Studieninteressierten vor ihrer Bewerbung um einen Studienplatz nachträglich das deutsche Abitur ablegen oder aber ein zweijähriges Studienkolleg absolvieren. Die Neuregelung des § 49 HG beseitigt diese Hürde.

Besonders qualifizierten Studienbewerberinnen und Studienbewerbern wird im Rahmen dieses Pilotprojekts eine direkte Zulassung zum Studium angeboten oder eine eingeschränkte Zulassung, die ein vielfältiges Angebot an zusätzlichen Maßnahmen vor- und hinzuschaltet, mit denen das definierte Studieneingangsniveau erreicht wird.

Im Rahmen des Pilotprojekts können Bewerberinnen und Bewerber durch das Ablegen des TestAS sowie einer hochschuleigenen Prüfung einen Zugang zum Studium an der Universität Duisburg-Essen erlangen. Der Zugang zum Studium an der Universität Duisburg-Essen wird direkt zum Wintersemester desselben Jahres ermöglicht, das dem Schulabschluss folgt.

An der Universität Duisburg-Essen entwickelt ein Team der Fakultät für Ingenieurwissenschaften mit ihrem internationalen Zweig (International Studies of Engineering – verantwortlich: Prof. Dr. Axel Hunger) sowie des Zentrums für Lehrerbildung (ZLB – verantwortlich: Dr. Anja Pitton) derzeit ein mehrstufiges Verfahren zur Auswahl von geeigneten Studierenden aus dem nicht-europäischen Ausland und zur propädeutischen Vorbereitung ihrer Studien an der Universität Duisburg-Essen.

Beteiligte Fächer

Studieninteressierte können sich über das Projekt für folgende Studiengänge an der Universität Duisburg-Essen bewerben:

Darüber hinaus können sich geeignete Kandidatinnen und Kandidaten über das Projekt an weiteren Hochschulen in NRW bewerben.

Bewerbungs- und Prüfungsverfahren

Die Zugangsprüfung findet vor Ort im Heimatland statt. Zum einen gibt es dort sprachliche Teile in Form von Deutsch- oder gegebenenfalls Englischprüfungen und fachliche Teile, je nach Studienfach. Hierbei werden in Zusammenarbeit mit den Fakultäten drei verschiedene Module entwickelt:

Bei Modul 1 handelt es sich um einen schriftlichen Test, der fachspezifische Kenntnisse überprüft. Modul 2 ist ebenfalls ein schriftlicher Test, bei dem handlungsorientierte Fertigkeiten im Vordergrund stehen. Diese zielen in erster Linie auf die sprachliche Kompetenz der Bewerber/-innen ab. Modul 3 schließlich ist eine mündliche Prüfung, die nicht ausschließlich die fachliche Kompetenz feststellt, sondern insbesondere die Motivation und die generelle interkulturelle und soziale Kompetenz, die für ein erfolgreiches Studium im Ausland unabdingbar ist. Die Bewerber/-innen müssen alle drei Module erfolgreich absolvieren.

Vor Studienbeginn an der Universität Duisburg-Essen werden – falls notwendig – vorbereitende Kurse, speziell im MINT-Bereich angeboten und ggf. durch eine sprachliche und fachliche Qualifizierung in der Studieneingangsphase ergänzt.

Informationen zu den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Axel Hunger finden Sie unter www.way2studying.de.