Schriftsprachliche Kompetenzen in der Sek II

Schriftsprachliche Kompetenzen in der Sek II2019-04-30T13:50:29+02:00

Ein Projekt des Zentrums für Lehrerbildung/Deutsch als Zweitsprache unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor (im Ruhestand) Dr. Rupprecht Baur und Dr. Dirk Scholten-Akoun

Über angemessene mündliche und schriftliche sprachliche Fertigkeiten zu verfügen ist eine Schlüsselkompetenz, welche als Voraussetzung für den Studienerfolg an der Universität von Bedeutung ist.

Dass Studierende über angemessene grundlegende sprachliche Kompetenzen nicht mehr fraglos verfügen, zeigt nicht zuletzt die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie an der Universität Duisburg-Essen (Bildungsgerechtigkeit im Fokus – Studieneingang gestalten, Potenziale fördern, Chancen realisieren): Etwa ein Drittel der Studierenden, die ein Lehramtsstudium beginnen, weisen teilweise erhebliche Defizite im Bereich der basalen sprachlichen Kompetenzen auf.

Eine solche Diagnose und die darauf basierende Förderung sollte möglichst nicht erst beim Übergang ins Studium ansetzen. Die basalen sprachlichen Fertigkeiten müssen möglichst als ausgebaute Kompetenz bereits zu Beginn der universitären Ausbildung vorliegen und nicht erst dort nachgebessert werden; sprachliche Defizite sind oftmals verantwortlich für die Anfangsprobleme oder sogar den Studienabbruch zu Beginn der universitären Ausbildung. Für Messungen der Sprachkompetenz am Ende der Sekundarstufe II liegen jedoch keine Instrumente vor, die die spezifisch notwendigen sprachlichen Fertigkeiten für die Fortsetzung der Ausbildung an einer Universität überprüften.

Das Projekt Schriftsprachliche Kompetenzen in der Sekundarstufe II ist Teil der Programmlinie Bildungsforschung in der Lehrerausbildung des Zentrums für empirische Bildungsforschung und steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor (im Ruhestand) Dr. Baur und Dr. Scholten-Akoun. In diesem Rahmen sollen in Kooperationsschulen Sprachstände erhoben werden, um so eine Diagnose und mögliche Förderung spätestens in den letzten Jahren der schulischen Ausbildung zu leisten. Hierzu müssen vorliegende Diagnoseinstrumente an die Untersuchungsgruppe angepasst und um spezifische Lesetests erweitert werden. Über die Diagnose sollen dann mögliche Förderbedarfe identifiziert werden, um anschließend auf diese Bedarfe ggf. in Form von Förderangeboten (abhängig von den Diagnoseergebnissen) zu reagieren.

Förderung: Mittel des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung zum Aufbau des Zentrums für Lehrerbildung, eine halbe Qualifikationsstelle, eine studentische Hilfskraft (SHK)

Ansprechpartner

Dr. Dirk Scholten-Akoun

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